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AKSU Haustechnik

Wasserschaden: Leckortung und was die Versicherung zahlt

Leckortung 22. Juli 2026 · 8 Min. Lesezeit · AKSU Haustechnik
Freigelegte Wasserleitungen im aufgestemmten Boden nach einem Leck

Wenn der Wasserzähler weiterläuft, obwohl im Haus kein Hahn geöffnet ist, liegt fast immer ein verdecktes Leck vor. Entscheidend ist dann die Reihenfolge: Wasser abstellen, den Schaden fotografieren, die Versicherung melden – und erst danach Ortung und Reparatur beauftragen. Gefunden wird das Leck heute in den meisten Fällen zerstörungsfrei, also ohne dass vorher Fliesen und Estrich aufgestemmt werden. Eine solche Ortung kostet meist 300 bis 800 Euro und wird bei einem gedeckten Leitungswasserschaden in der Regel von der Versicherung übernommen.

Woran Sie ein verstecktes Leck erkennen

Ein Rohrbruch mit Wasser im Flur ist eindeutig. Teuer werden die anderen Fälle: der Haarriss in der Leitung unter dem Estrich, die undichte Verbindung in der Wand. Dort läuft Wasser wochenlang, ohne dass es jemand sieht. Sichtbar wird der Schaden erst, wenn Estrich, Dämmung und Putz durchfeuchtet sind – und dann geht es nicht mehr um ein Rohrstück, sondern um Trocknung, neuen Bodenaufbau und einen Raum, den Sie wochenlang nicht nutzen können.

Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen:

  • Der Wasserzähler dreht sich, obwohl kein Hahn läuft. Der Test dauert eine Nacht: alle Armaturen schließen, Waschmaschine und Spülmaschine aus, Zählerstand abends notieren und morgens vergleichen. Steht die Zahl nicht mehr gleich, verliert die Installation Wasser.
  • Der Druck der Heizung fällt immer wieder ab. Wenn Sie alle paar Wochen Wasser nachfüllen müssen, ist entweder das Ausdehnungsgefäß defekt oder eine Heizungsleitung undicht. Beides gehört geprüft, bevor der Kessel Schaden nimmt.
  • Eine Stelle im Boden ist auffällig warm. Warmes Wasser aus einer undichten Warmwasser- oder Heizleitung erwärmt den Estrich darüber. Barfuß spürt man das oft deutlich, bevor Feuchtigkeit sichtbar ist.
  • Dunkle Ränder am Wandfuß, gewellte Sockelleisten, Blasen in der Tapete oder Fugen, die sich von den Fliesen lösen.
  • Die Wasserrechnung ist deutlich höher als in den Vorjahren, ohne dass sich an Personenzahl oder Gewohnheiten etwas geändert hat.
  • Muffiger Geruch in einem Raum, der sich durch Lüften nicht verliert – häufig das erste Zeichen einer länger bestehenden Durchfeuchtung.
  • Ein leises Rauschen in der Wand, wenn im Haus nichts läuft.

Wenn es akut wird: diese Reihenfolge schützt Ihren Versicherungsschutz

Bei einem sichtbaren Wasseraustritt zählt jede Minute – aber die vier Schritte danach entscheiden darüber, ob die Versicherung den Schaden voll reguliert.

  1. Wasser abstellen. Hauptabsperrhahn schließen, bei einem Heizungsleck die Absperrventile am Kessel oder am Verteiler. Wenn Wasser in die Nähe von Steckdosen, Verteilern oder Elektrogeräten läuft, den betroffenen Stromkreis abschalten.
  2. Schaden fotografieren, bevor Sie aufräumen. Betroffene Räume, nasse Böden, Möbel, die Austrittsstelle, dazu der Zählerstand. Lieber zu viele Aufnahmen als zu wenige – im Nachhinein lässt sich der Zustand nicht mehr belegen.
  3. Versicherung melden. Unverzüglich anrufen, Schadennummer geben lassen und ausdrücklich fragen, ob Sie einen eigenen Fachbetrieb beauftragen dürfen oder ob ein Gutachter kommt. Notieren Sie sich, mit wem Sie gesprochen haben.
  4. Erst danach beauftragen. Wer ohne Rücksprache Estrich aufstemmen, das Bad entkernen oder wochenlang Trocknungsgeräte laufen lässt und die Rechnung anschließend einreicht, riskiert Kürzungen bis hin zur Ablehnung einzelner Positionen.

Sofortmaßnahmen zur Schadenminderung sind davon ausgenommen und sogar Ihre Pflicht: Wasser abstellen, aufwischen, Möbel aus dem nassen Bereich räumen. Alles, was warten kann, sollte warten. Und heben Sie das ausgebaute Rohrstück auf – es ist der beste Nachweis dafür, dass tatsächlich ein Leitungsschaden vorlag und kein Verschleiß an einer Fuge.

Welches Anzeichen auf welche Ursache deutet

Anzeichen Wahrscheinliche Ursache Nächster Schritt
Zähler läuft bei geschlossenen Hähnen Leck in der Trinkwasserleitung, oft unter dem Estrich Hauptabsperrhahn schließen, Schaden melden, Ortung beauftragen
Heizungsdruck fällt alle paar Wochen Defektes Ausdehnungsgefäß oder undichte Heizungsleitung Erst Gefäß und Ventile prüfen lassen, bleibt der Verlust: Druckprüfung der Heizkreise
Warme Stelle im Bodenbelag Leck in Warmwasser- oder Heizleitung im Estrich Thermografie, danach gezielt öffnen
Feuchte Ränder an der Wand, gewellte Sockelleisten Leck in der Steig- oder Anschlussleitung, alternativ schadhafte Abdichtung in der Dusche Feuchtemessung, Ursache klären bevor gestemmt wird
Fleck an der Kellerdecke unter dem Bad Undichte Abfluss- oder Anschlussleitung Abflussprüfung, Zugang über die Decke, nicht durch das Bad
Wasserrechnung deutlich höher, nichts sichtbar Schleichendes Leck, auch in der Zuleitung im Erdreich möglich Zählerstand über Nacht kontrollieren, dann orten lassen
Muffiger Geruch, Stockflecken in einer Ecke Länger bestehende Durchfeuchtung Feuchtemessung, Trocknung erst nach der Ortung starten

Wie ein Leck geortet wird, ohne den halben Boden zu öffnen

Aufstemmen ist das letzte Mittel, nicht das erste. Bei einer zerstörungsfreien Leckortung wird die Schadensstelle mit Messtechnik eingegrenzt, bis klar ist, wo genau geöffnet werden muss. In der Praxis kombiniert man dafür mehrere Verfahren, weil jedes für sich nur einen Teil des Bildes liefert.

Feuchtemessung: wo ist es überhaupt nass?

Mit einem Feuchtemessgerät wird der Raum im Raster abgefahren, an der Oberfläche und über Elektroden auch im Estrich. Das Ergebnis ist eine Karte der Durchfeuchtung. Sie zeigt noch nicht das Leck selbst, aber sie zeigt zuverlässig, in welche Richtung das Wasser läuft und wo der feuchteste Punkt liegt. Damit fallen die meisten Verdachtsstellen schon weg.

Thermografie: die Wärmespur der Leitung

Eine Wärmebildkamera macht sichtbar, wo warmes Wasser austritt: Bei Heizungs- und Warmwasserleitungen zeichnet sich der Verlauf im Boden ab, an der Schadensstelle entsteht eine deutlich größere Wärmefahne. Bei Kaltwasserleitungen hilft ein Trick – die Leitung wird kurz mit warmem Wasser beaufschlagt und ist danach im Bild ebenfalls nachvollziehbar. Die Kamera sieht allerdings nur Oberflächentemperaturen und funktioniert deshalb nicht durch jeden Bodenaufbau gleich gut.

Druckprüfung: welcher Strang ist es?

Beim Abdrücken wird die Installation abschnittsweise abgesperrt und unter Druck gesetzt, mit Wasser oder Luft. Hält ein Abschnitt den Druck nicht, ist die Leitung eingegrenzt. Bei einer Fußbodenheizung geschieht das Heizkreis für Heizkreis am Verteiler, bis der undichte Kreis feststeht. Ergänzend lässt sich mit Prüfgas und Spürgerät oder mit einem Körperschallmikrofon die Austrittsstelle akustisch orten.

Der Aufwand lohnt sich aus einem einfachen Grund: Die Reparatur des Rohres ist selten die teure Position. Teuer sind Estrich, Dämmung, Fliesen, Trocknung und die Wochen ohne nutzbares Bad. Ob dafür ein Bereich von 30 mal 30 Zentimetern geöffnet wird oder der halbe Raum, macht bei der Wiederherstellung durch den Sanitärbetrieb den größten Unterschied – genau diese Folgekosten fallen bei einer sauberen Ortung deutlich geringer aus.

Was die Wohngebäudeversicherung zahlt und was die Hausratversicherung

Die Zuständigkeit lässt sich gut merken: Alles, was fest zum Gebäude gehört, ist Sache der Wohngebäudeversicherung – die Leitung selbst, Estrich, Putz, Fliesen, Türzargen, Bodenaufbau, Trocknung und Wiederherstellung. Alles, was Sie beim Umzug mitnehmen würden, deckt die Hausratversicherung: Möbel, Teppiche, Elektrogeräte, Kleidung. Bei Einbauküchen und Bodenbelägen kommt es auf den Vertrag an.

Die Kosten der Leckortung gehören zu den Schadenermittlungskosten und werden bei einem gedeckten Leitungswasserschaden in der Regel von der Gebäudeversicherung übernommen, ebenso die Trocknung samt Stromkosten der Geräte. Voraussetzung ist, dass der Schaden gemeldet und abgestimmt ist.

Nicht jeder Wasserschaden ist ein Leitungswasserschaden. Nicht gedeckt sind in der Regel:

  • Wasser von außen: Starkregen, Rückstau aus der Kanalisation, Grundwasser und Hochwasser – dafür braucht es den Baustein Elementarschäden.
  • Regenwasser, das durch ein undichtes Dach oder offene Fenster eindringt.
  • Wasser, das durch schadhafte Silikonfugen oder eine defekte Duschabdichtung in den Boden läuft. Das gilt als Wartungsthema, nicht als Rohrschaden.
  • Schäden, die durch unterlassene Instandhaltung entstanden sind oder die zu spät gemeldet wurden.

Für die Abwicklung sammeln Sie am besten von Anfang an: Fotos vor dem Aufräumen, Schadennummer, das ausgebaute Rohrstück, Ortungs- und Trocknungsprotokolle, alle Rechnungen sowie eine kurze Liste der beschädigten Gegenstände mit Anschaffungsjahr.

Alte Leitungen im Bestand rund um Hanau

Ein großer Teil der Häuser in Hanau, Bruchköbel, Erlensee, Rodenbach und Maintal stammt aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren. In diesem Bestand liegen bis heute verzinkte Stahlleitungen, die von innen korrodieren, und Kupferleitungen, die nach Jahrzehnten Lochfraß zeigen. Typisch ist der Schaden nicht dort, wo man ihn vermutet: Die Leitung liegt ohne Schutzrohr im Estrich, das Wasser wandert unter dem Bodenaufbau in den Nebenraum, und feucht wird zuerst die Wand im Flur.

Dazu kommen die Bäder aus den Siebzigern, die nur oberflächlich modernisiert wurden – neue Fliesen auf alten Leitungen. Bei Mehrfamilienhäusern in Hanau, Offenbach und Frankfurt kommt der Zeitfaktor hinzu: Läuft Wasser in die Wohnung darunter, hängt an Ihrem Schaden ein zweiter, fremder Schaden. Dann zählt schlicht, wie schnell jemand da ist. Deshalb arbeiten wir mit kurzen Wegen im Main-Kinzig-Kreis, statt Termine über einen Dienstleister zu verteilen.

Häufige Fragen

Wie finde ich selbst heraus, ob ich wirklich ein Leck habe?

Schließen Sie abends alle Armaturen, schalten Sie Wasch- und Spülmaschine aus und notieren Sie den Zählerstand. Prüfen Sie ihn am nächsten Morgen erneut. Hat sich die Zahl verändert, verliert die Installation Wasser. Läuft der Zähler weiter, obwohl der Hauptabsperrhahn geschlossen ist, liegt der Schaden vor dem Hahn, also in der Zuleitung.

Was kostet eine Leckortung?

Eine zerstörungsfreie Ortung liegt in der Regel bei 300 bis 800 Euro, je nach Aufwand, Gebäudegröße und eingesetzter Technik. Ein einzelner sichtbarer Feuchtefleck ist schneller eingegrenzt als ein Schaden, der sich über zwei Räume verteilt hat. Der Betrag steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die entstehen, wenn großflächig auf Verdacht geöffnet wird.

Übernimmt die Versicherung die Kosten der Leckortung?

Bei einem gedeckten Leitungswasserschaden übernimmt die Wohngebäudeversicherung die Ortungskosten in der Regel als Teil der Schadenermittlung. Wichtig ist die Reihenfolge: erst melden, dann beauftragen. Klären Sie im Meldegespräch ausdrücklich, ob Sie einen eigenen Fachbetrieb beauftragen dürfen.

Muss ich warten, bis ein Gutachter der Versicherung da war?

Maßnahmen, die den Schaden begrenzen, dürfen und sollen Sie sofort ergreifen – Wasser abstellen, absaugen, lüften. Alles, was den Zustand verändert und nicht eilt, sollte bis zur Rückmeldung der Versicherung warten. Wenn die Trocknung dringend ist, holen Sie sich die Freigabe telefonisch und lassen Sie sich die Schadennummer dazu notieren.

Zuerst das Wasser abstellen und dokumentieren, dann melden, dann orten lassen – in dieser Reihenfolge bleiben Schaden und Rechnung klein. AKSU Haustechnik ist ein inhabergeführter Meisterbetrieb in der Engelhardstraße 10b in Hanau; Inhaber Baran Said Aksu ist Installateur- und Heizungsbauermeister und übernimmt Leckortung und Reparatur im gesamten Umkreis. Wenn es akut ist, rufen Sie unter 0175 7661880 an oder schreiben Sie über das Kontaktformular – am Telefon klären wir, was Sie bis zum Termin selbst tun sollten.

Frage zu Ihrem konkreten Fall? Jedes Haus ist anders. Rufen Sie uns an unter 0175 7661880 – die Ersteinschätzung kostet nichts.

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