Eine Heizung wird einmal im Jahr gewartet, am besten zwischen August und Oktober. Dann sind Termine frei, und ein Defekt fällt auf, bevor die Anlage ihn im Januar von selbst meldet. Für eine Gastherme im Einfamilienhaus liegen die Kosten in der Regel bei 140 bis 200 Euro inklusive Anfahrt und Kleinteilen. Wer die Herstellergarantie behalten will, kommt an der jährlichen Wartung ohnehin nicht vorbei.
Einmal im Jahr – und warum der Spätsommer der beste Termin ist
Das Intervall ist unstrittig: einmal jährlich. Der Zeitpunkt dagegen wird häufig falsch gewählt. Die meisten Anrufe zum Thema Wartung kommen im Oktober und November, wenn die Heizung nach dem Sommer das erste Mal wieder anspringt und sich mit einer Störmeldung zurückmeldet. Genau dann sind alle Fachbetriebe ausgebucht, und ein Ersatzteil, das bestellt werden muss, kostet Sie kalte Tage.
Zwischen August und Anfang Oktober ist die Lage umgekehrt. Die Anlage läuft im Sommer nur für Warmwasser, sie kann also gefahrlos abgeschaltet, geöffnet und gereinigt werden. Wenn dabei ein Verschleißteil auffällt, bleibt Zeit für die Bestellung. Und ein Termin lässt sich frei wählen statt zwischen zwei Notdiensteinsätzen einzuschieben.
Ein zweiter Punkt spricht für den Spätsommer: Nach einer Reinigung und einer sauber eingestellten Verbrennung startet die Anlage effizienter in die Heizperiode. Was sich über sechs Monate Heizbetrieb an Gas spart, holt einen Teil der Wartungskosten zurück – nicht spektakulär, aber messbar.
Was bei einer Heizungswartung tatsächlich gemacht wird
Hier trennt sich seriöse Arbeit von einem Termin, bei dem jemand zwanzig Minuten vor dem Gerät steht und ein Formular ausfüllt. Bei einer vollständigen Wartung einer Gasbrennwerttherme gehört das hier dazu:
- Brenner ausbauen und reinigen, Brennerfläche auf Verrußung und Beschädigung prüfen
- Wärmetauscher reinigen – bei Brennwertgeräten der Punkt, an dem sich Ablagerungen am stärksten auf den Verbrauch auswirken
- Zünd- und Ionisationselektrode prüfen, Abstände kontrollieren, bei Abbrand ersetzen
- Dichtungen erneuern, die beim Öffnen des Geräts gelöst wurden
- Kondensatablauf und Siphon reinigen und mit Wasser neu befüllen
- Verbrennung messen: Abgastemperatur, Kohlenmonoxid, Sauerstoff- beziehungsweise Kohlendioxidgehalt, und die Werte anschließend nachjustieren
- Gasleitung und Anschlüsse auf Dichtheit prüfen
- Anlagendruck und Vordruck des Ausdehnungsgefäßes kontrollieren, Gefäß bei Bedarf neu befüllen
- Sicherheitsventil, Umwälzpumpe und Regelung prüfen, Heizkurve und Warmwassertemperatur ansehen
- Messprotokoll übergeben – schriftlich, mit den tatsächlich gemessenen Werten
An diesen Punkten erkennen Sie eine Wartung, die den Namen nicht verdient: Das Gerät wurde nie geöffnet. Es gibt kein Protokoll mit Messwerten, sondern nur eine Rechnung. Der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes wurde nicht geprüft, obwohl ein müdes Ausdehnungsgefäß die häufigste Ursache für schwankenden Anlagendruck ist. Der Kondensatsiphon wurde nicht angefasst. Und niemand hat Ihnen gesagt, welche Werte gemessen wurden und ob etwas nachgestellt wurde. Fragen Sie ruhig nach – bei einer ordentlichen Wartung kann Ihnen der Monteur jeden dieser Punkte in zwei Sätzen erklären.
Was eine Heizungswartung kostet
| Leistung | Preis in der Regel | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Wartung Gastherme, Einfamilienhaus | 140–200 € | Anfahrt, Arbeitszeit, Reinigung, Messung, Kleinteile wie Dichtungen, Protokoll |
| Wartung im Rahmen eines Wartungsvertrags | meist günstiger als die Einzelbeauftragung | zusätzlich fester Termin und Vorrang bei Störungen |
| Verschleißteile über Kleinteile hinaus | nach Aufwand | zum Beispiel Elektroden, Zündtrafo, Umwälzpumpe |
| Störungseinsatz außerhalb der Wartung | nach Aufwand | Anfahrt und Arbeitszeit, in der Heizperiode oft kurzfristig |
Seien Sie skeptisch bei Angeboten, die deutlich unter dieser Spanne liegen. Anfahrt, eine gute Stunde Arbeitszeit, Messgeräte und Material lassen sich nicht für einen Pauschalbetrag im unteren zweistelligen Bereich darstellen – irgendwo wird dann gespart, meist an der Reinigung oder an der Messung. Umgekehrt gilt: Wenn während der Wartung ein defektes Teil auffällt, sollte Ihnen der Aufwand vorher genannt werden und nicht erst auf der Rechnung stehen.
Wartung und Schornsteinfegertermin sind zwei verschiedene Dinge
Das ist die häufigste Verwechslung überhaupt. Viele Hausbesitzer gehen davon aus, mit dem Besuch des Schornsteinfegers sei die Heizung gewartet. Das ist nicht der Fall – die beiden Termine haben unterschiedliche Aufgaben und unterschiedliche Auftraggeber.
| Heizungswartung | Schornsteinfegertermin | |
|---|---|---|
| Wer kommt | Fachbetrieb Ihrer Wahl | bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger |
| Zweck | Funktion, Effizienz, Verschleiß | Betriebs- und Brandsicherheit, hoheitliche Überprüfung |
| Gerät wird geöffnet | ja, Brenner und Wärmetauscher werden gereinigt | in der Regel nein |
| Grundlage | Herstellervorgabe, Wartungsvertrag oder eigene Beauftragung | Feuerstättenbescheid, dort stehen Art und Termine |
| Ersetzt es das jeweils andere | nein | nein |
Kurz gesagt: Der Schornsteinfeger kontrolliert, ob Ihre Anlage sicher betrieben wird. Der Fachbetrieb sorgt dafür, dass sie sauber, sparsam und ohne Ausfall läuft. Beides brauchen Sie, und beides bezahlen Sie getrennt.
Lohnt sich ein Wartungsvertrag?
Ein Wartungsvertrag hat drei handfeste Vorteile. Sie müssen an nichts denken, der Termin kommt von selbst und liegt meist außerhalb der Heizperiode. Sie stehen bei einer Störung im Winter weiter vorn, weil Vertragskunden zuerst bedient werden. Und die Wartung selbst ist in der Regel günstiger als die Einzelbeauftragung. Dazu kommt die lückenlose Dokumentation, die Sie bei einem Garantiefall oder beim Verkauf des Hauses vorlegen können.
Bevor Sie unterschreiben, prüfen Sie diese Punkte:
- Laufzeit und Verlängerung: Ein Jahr Laufzeit mit jährlicher Kündigungsmöglichkeit ist fair. Verträge, die sich stillschweigend um mehrere Jahre verlängern, sind es nicht.
- Leistungsumfang schwarz auf weiß: Sind Anfahrt, Kleinteile und Messung enthalten? Was zählt als Verschleißteil und wird zusätzlich berechnet?
- Störungseinsätze: Ist der Vorrang schriftlich zugesagt? Zu welchen Konditionen wird ein Einsatz außerhalb der Wartung abgerechnet?
- Preisanpassung: Wie und wie oft darf der Preis erhöht werden?
- Hausverkauf: Lässt sich der Vertrag übertragen oder außerordentlich kündigen?
Und ehrlich gesagt: Nicht in jedem Fall ist ein Vertrag sinnvoll. Wenn Ihre Anlage ohnehin in ein bis zwei Jahren ersetzt wird, reicht die Einzelbeauftragung völlig. Wenn Sie sich den Termin selbst im Kalender notieren und im Sommer zuverlässig anrufen, sparen Sie nur wenig. Der Vertrag lohnt sich vor allem bei Geräten mit Herstellergarantie, bei vermieteten Objekten und überall dort, wo ein Ausfall im Winter schnell teuer wird. Mehr zum Ablauf finden Sie unter Wartung und Service.
Warum kurze Anfahrtswege im Raum Hanau in der Heizperiode zählen
Zwischen Hanau, Bruchköbel, Erlensee, Maintal und Rodenbach liegen selten mehr als zwanzig Minuten Fahrt. Das klingt nach einer Nebensächlichkeit, entscheidet an einem kalten Januarmorgen aber darüber, ob die Heizung am selben Tag wieder läuft oder erst übermorgen. Ein Betrieb, der einen festen Kundenstamm im Main-Kinzig-Kreis und im östlichen Rhein-Main-Gebiet betreut, kann einen Störungseinsatz zwischen zwei geplante Termine schieben. Wer aus fünfzig Kilometern Entfernung anfährt, kann das nicht.
Dazu kommt der Gebäudebestand der Region: viele Ein- und Zweifamilienhäuser aus den sechziger und siebziger Jahren, in den neunziger Jahren mit Gasbrennwerttechnik nachgerüstet, dazu Mehrfamilienhäuser mit Gasetagenheizungen in den Stadtteilen von Hanau und Offenbach. Diese Geräte sind heute an der Grenze ihrer üblichen Lebensdauer. Bei ihnen ist die jährliche Wartung nicht nur Pflege, sondern auch die beste Gelegenheit, rechtzeitig zu erkennen, wann sich eine Reparatur nicht mehr lohnt und eine neue Heizung das bessere Geld ist.
Häufige Fragen
Wie oft muss eine Gastherme gewartet werden?
Einmal im Jahr. Das ist die übliche Herstellervorgabe und gleichzeitig das Intervall, in dem sich Verschleiß und Verschmutzung zuverlässig erkennen lassen. Bei Geräten, die zusätzlich Warmwasser für mehrere Wohnungen bereitstellen, kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein.
Was kostet eine Heizungswartung?
Für eine Gastherme im Einfamilienhaus meist 140 bis 200 Euro, inklusive Anfahrt, Arbeitszeit und Kleinteilen wie Dichtungen. Verschleißteile, die darüber hinausgehen, werden nach Aufwand berechnet. Im Rahmen eines Wartungsvertrags liegt der Preis in der Regel darunter.
Ersetzt der Schornsteinfeger die Heizungswartung?
Nein. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger prüft die Betriebs- und Brandsicherheit auf Grundlage Ihres Feuerstättenbescheids. Er öffnet das Gerät nicht und reinigt weder Brenner noch Wärmetauscher. Beide Termine sind nötig und werden getrennt abgerechnet.
Verfällt die Herstellergarantie ohne jährliche Wartung?
In den meisten Fällen ja. Hersteller knüpfen ihre Garantiezusagen üblicherweise an eine dokumentierte jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb. Werfen Sie einen Blick in Ihre Garantiebedingungen und heben Sie die Wartungsprotokolle auf – im Schadensfall sind sie der einzige Nachweis.
AKSU Haustechnik ist ein inhabergeführter Meisterbetrieb in der Engelhardstraße 10b in Hanau. Inhaber Baran Said Aksu ist Installateur- und Heizungsbauermeister und zusätzlich Energieberater; Sie sprechen bei jedem Termin mit demselben Ansprechpartner, nicht mit einem Callcenter. Wenn Sie Ihre Heizung noch vor der Heizperiode warten lassen möchten, rufen Sie unter 0175 7661880 an oder schreiben Sie über das Kontaktformular.